Wozu denn am Image arbeiten?

Vor drei Wochen konnten Sie an dieser Stelle lesen, wie wichtig Freundlichkeit für ein gelungenes Einkaufserlebnis ist. Und jetzt hat sich auch noch herausgestellt, dass ein schlechtes Image als Arbeitgeber von 60 Prozent der Deutschen mit Kaufboykott abgestraft wird. Da dürften z.B. die Hotels des Trump-Imperiums wohl langsam Probleme bekommen …

Schlechtes Spiel, keine Zuschauer - schlechtes Image keine Kunden. © Pixabay

Schlechtes Spiel, keine Zuschauer – schlechtes Image keine Kunden. © Pixabay

Aber Scherz beiseite: Territory Embrace, eine Agentur für Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting,  hat eine Studie durchgeführt, die die Wechselwirkungen zwischen dem Image als Arbeitgebermarke und dem Kaufverhalten von Deutschlands Konsumenten offenlegt. Demnach würde fast jeder Vierte (24 Prozent) auf jeden Fall ein Produkt boykottieren, wenn er wüsste, dass dahinter ein schlechter Arbeitgeber steht, 36 Prozent würden dies wahrscheinlich tun. Im Gegenzug geben 67 Prozent an, sie würden Produkte eines Unternehmens (häufiger) kaufen, wenn sie wüssten, dass dieses Unternehmen besonders viel für seine Mitarbeiter tut. Daraus lernen wir schon mal, dass die deutsche, grammatikalisch nicht ganz korrekte Redensart „Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt man ohne ihr“ nach wie vor Gültigkeit besitzt. Wenn Sie also etwas für Ihre Mitarbeiter tun oder diese sich nachweislich besonders wohl bei Ihnen fühlen: Sprechen Sie darüber, suchen Sie die Öffentlichkeit, laden Sie die örtliche Presse ein etc. pp.

Schlechtes Image = schlechte Umsätze

Gero Hesse, Geschäftsführer von Territory Embrace, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: „Der Ruf als Arbeitgeber beeinflusst unmittelbar Umsatz- und damit Unternehmenserfolg. Employer Branding wird mehr denn je eine Schlüsseldisziplin im gesamten Marketingmix. Das gilt insbesondere für Unternehmen, die mit ihren Produkten eine hochwertige Zielgruppe ansprechen.“ Denn besonders boykottlustig bzw. sensibel in Sachen Image sind Hochschulabsolventen bzw. Käufer mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 3.800 Euro. In diesen Zielgruppen liegt die Boykottquote bei 64 bzw. 66 Prozent.

Ihr
Andreas Nemeth

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2018-07-05T09:04:45+00:00