Mit der Schuld ist es so eine Sache: Dinge passieren, keiner war’s, und Verantwortung will irgendwie auch keiner so richtig übernehmen. Das Traurige daran: Ich spreche nicht von Sandkastenstreitereien, sondern von Fällen in Wirtschaft und Politik mit durchaus mehr als lokalen oder regionalen Auswirkungen.

Immer waren es "die Anderen": Das ist leider nicht nur im Sandkasten so. © Pixabay

Immer waren es „die Anderen“: Das ist leider nicht nur im Sandkasten so. © Pixabay

Dies Verhalten ist nicht nur bedauerlich, sondern auch nicht nachvollziehbar. Denn, wer Verantwortung übernimmt, agiert und gerät nicht in Situationen, in denen er nur noch reagieren kann. Dabei ist eigentlich uninteressant, wer Schuld hat, denn die lässt sich meist nicht auf nur eine Schulter verteilen. Vielmehr geht es darum, die Macht über eine Situation zu behalten, und das ist nur möglich, wenn man Verantwortung dafür übernimmt.

Streichen wir also das Wort Schuld aus unserem Vokabular und beschäftigen uns lieber mit der misslichen Situation, in der wir uns unter Umständen gerade befinden. Die Frage sollte lauten: Welche Handlungsweise oder welches Vorgehen hat zu dieser Situation geführt? Und dann: Wie kann ich bzw. können wir diese Situation ändern? Sie merken es schon: Nur weil die Situation nicht aus den Händen gegeben wurde, haben wir nun überhaupt Einfluss darauf, sie zu ändern!

Von Zwängen befreien und Verantwortung übernehmen, macht frei

Wie aber kann man sich aktiv vor bevorstehenden oder bereits existierenden Zwängen schützen? Zum einen, indem Sie sich – am besten schriftlich – damit beschäftigen, welche äußeren Zwänge existieren. Fragen Sie sich dazu, welche Situation Sie einengt, welche Ursache diese Situation hat und was Sie persönlich daran ändern können. Sie werden feststellen, sich mit Zwängen zu beschäftigen und damit Verantwortung zu übernehmen macht – so paradox es klingt – frei.

Ihr
Andreas Nemeth

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