Für die Kommunikation mit anderen reicht es nicht, einfach zu sagen, worum es geht. Je nachdem, was für ein Ziel Sie verfolgen, können Sie unterschiedliche Instrumente in diesen Gesprächen nutzen. Dabei ist ein Small Talk anspruchsloser als der Austausch mit einem Lieferanten, der Plausch mit Freunden erfordert weniger feinsinnige Methoden als ein Motivationsgespräch mit Mitarbeitern.

Wenn aus einem Gespräch ein Streit wird, liegt es meist an der emotionalen Ebene. © Pixabay

Wenn aus einem Gespräch ein Streit wird, liegt es meist an der emotionalen Ebene. © Pixabay

Dennoch gibt es einige grundlegende Kommunikationsregeln, die alle Gespräche erleichtern. Denn eines haben alle Unterhaltungen auf dieser Welt gemeinsam: Der Sender möchte, dass seine Informationen den Empfänger auch erreichen.

Eine nicht unwesentliche Rolle in der zwischenmenschlichen Kommunikation stellt auch die emotionale Ebene dar, denn sie bestimmt die Entwicklung und den Ausgang des Gesprächs. Sicher hat jeder von uns schon mal eine Unterhaltung geführt, die in Streit gipfelte und hinterher fragte man sich: Wie konnte das passieren, es ging doch nur um Kleinigkeiten?

Bei Gesprächen die emotionale Ebene nicht vergessen

Grund ist in diesem Fall oftmals die Art, wie das Gespräch geführt wurde. Denn jede Unterhaltung wird mit vier Ohren wahrgenommen, wenn man dem Hamburger Psychologieprofessor Friedemann Schulz von Thun folgt: dem Sach-, dem Beziehungs-, dem Appell- und dem Selbstoffenbarungsohr. Das Sachohr nimmt den Gegenstand des Gesprächs wahr, das Beziehungsohr schätzt ein, wie die Gesprächspartner zueinander stehen, das Appellohr erforscht den Wunsch, der geäußert wird, und das Selbstoffenbarungsohr analysiert, was der andere von sich preisgibt. Leider ist das Sachohr nicht das mächtigste, so Schulz von Thun. Sobald einem der anderen drei Hörorgane etwas missfällt, kann die Stimmung ganz schnell kippen.

Der Psychologie-Experte nennt zwei Faktoren, mit denen sich Eskalationen in Gesprächen vermeiden lassen: Zum einen, den anderen gelten zu lassen und zum anderen, die Bereitschaft zuzuhören. Wer dies in der Kommunikation mit anderen, sei es im beruflichen oder privaten Umfeld, beherzigt und die emotionale Ebene berücksichtigt, legt die Basis für wirklich geglückte Gespräche.

Ihr
Andreas Nemeth

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