Kennen Sie die „Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Planens?“, verfasst von Bertolt Brecht? Aus ihr stammen beispielsweise diese Zeilen

„Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch’nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.“

Und diese Tage kennen wir doch alle: Die To-Do-Liste ist lang, der Tag bis zum Bersten gefüllt, man rennt von A nach B, kein Stillstand und dennoch abends das Gefühl, nichts geschafft zu haben von dem, was man eigentlich vorhatte. Das ist frustrierend, und die Fülle an nicht erledigten Dingen begleitet einen in den Feierabend, der eigentlich der Erholung dienen sollte.

Wenn Sie Ihren Arbeitstag planen, sollten Sie immer daran denken, 40 Prozent der Zeit für Unvorhergesehenes freizuhalten. © Pixabay

Wenn Sie Ihren Arbeitstag planen, sollten Sie immer daran denken, 40 Prozent der Zeit für Unvorhergesehenes freizuhalten. © Pixabay

Wie aber lässt sich das vermeiden? Zum einen sollte man wissen, dass im Durchschnitt 40 Prozent der Tageszeit auf unvorhergesehene Dinge entfallen. Seien es unerwartete Anrufe, plötzlich auftretende Probleme, ein Defekt des Computers oder eine Kundenreklamation, die den persönlichen Einsatz erfordert. D. h. mehr als 60 Prozent des Tages sollten Sie ohnehin nie verplanen. Denn, man kann und sollte zwar auch mal die Tür zumachen und ein „Bitte nicht stören“-Schild dranhängen, aber sich über einen längeren Zeitraum völlig abzuschotten, klappt wohl nur in ganz wenigen Fällen.

Zeitmanagement: Realistische Planung ist Pflicht

Wenn Sie von einem zehnstündigen Arbeitstag ausgehen, können Sie sechs Stunden für geplante Aufgaben reservieren. Dabei sollten Sie aber jeweils einen kleinen Zeitpuffer einplanen, sodass Sie frei agieren können und nicht unter Zeitdruck geraten. Voraussetzung damit das Ganze klappt: Seien Sie ehrlich zu sich selbst, und planen Sie realistisch. Und halten Sie sich immer vor Augen: Nur wer die Verfügungsgewalt über seinen Terminkalender hat, wird nicht beherrscht.

Ihr
Andreas Nemeth

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