Alles Denkbare denken dürfen und vieles ausprobieren, ohne die Angst zu scheitern - das sind zwei wesentliche Vorteile vieler junger, innovativer Unternehmen. © Pixabay
Alles Denkbare denken dürfen und vieles ausprobieren, ohne die Angst zu scheitern – das sind zwei wesentliche Vorteile vieler junger, innovativer Unternehmen. © Pixabay

Warum eigentlich gelingt es Online-Unternehmen relativ häufig, erfolgreich in traditio­nelle Märkte einzudringen und beachtlicher Marktanteile zu erobern? Dabei denke ich nicht nur an Internetriesen à la Google und Amazon, sondern auch an die vielen kleinen Start-ups, die etablierten Unternehmen teils das Leben schwer machen. In der Finanzwelt lehren beispielsweise sog. FinTechs den klassischen Geldinstituten das Fürchten. Sie nutzen moderne Technologien für Finanzdienstleistungen, die bis­her den Banken und Sparkassen vorbehalten waren, z.B. im Bereich der Geldanlage oder Kreditvermittlung. Nachdem die traditionellen Banken es zunächst mit Ignoranz versucht haben, gehen mittlerweile einige dazu über, mit den FinTechs zusammenzu­arbeiten, da diese sich als Innovationstreiber entpuppt haben.

Der Vorteil dieser jungen Unternehmen ist im Vergleich zu den traditionellen Firmen, dass sie Ideen und Gedanken nicht von vornherein beschränken. Alles was denkbar ist, darf gedacht werden und ist prinzipiell möglich. Fachleute sprechen von disrupti­vem Denken, das angestammte Denkmuster und Branchengrenzen sprengt. In einer Welt, die sich unablässig und extrem schnell wandelt und sich in eine Richtung entwi­ckelt, deren Ziel man nicht kennt, führen Handlungsweisen aus vergangenen Zeiten zu nichts.

Keine Angst vor außergewöhnlichen Ideen

Das Potenzial dieser jungen Unternehmen liegt also zum einen in der Grenzenlosig­keit der Gedanken, zum anderen in der Furchtlosigkeit. Denn hier werden Ideen nicht im Keim erstickt, weil man scheitern könnte. Es wird auch einfach mal etwas auspro­biert, und wenn es nicht klappt, dann geht die nächste Idee in die Testphase. Hinfal­len, aufstehen, weiter …

Potenzial für disruptives Denken ist in den meisten Unternehmen durchaus vorhan­den, aber vielerorts ist die Schere im Kopf so groß, dass jegliche Innovation im Keim erstickt wird. Mal ehrlich: Wer von uns hat nicht schon mal an einer Sitzung teilge­nommen und ist mit den Worten „Das machen wir schon immer so“ oder „Das haben wir vor 20 Jahren probiert und es hat nicht funktioniert“ abgebügelt wor­den?

Ihr
Andreas Nemeth

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