In jedem, na gut, sagen wir in fast jedem Menschen steckt ein Kind. Und Kinder spielen gern. Eine Eigenschaft, die man nicht nur nutzen kann, um verschüttetes oder unbekanntes Kreativitätspotenzial zu heben, sondern auch, um Kunden mehr Spaß beim Konsum zu verschaffen und den Mitarbeitern mehr Motivation im Arbeitsalltag. Und zwar on- wie offline – auch wenn der Fachbegriff Gamification sich vor allem auf die Übertragung spielerischer Elemente in spielfremde Zusammenhänge im Internet bezieht, wie beispielsweise ein wachsender Balken je weiter eine Aufgabe erledigt ist.

Konsum macht mit spielerischen Aspekten noch mehr Spaß. © Pixabay

Konsum macht mit spielerischen Aspekten noch mehr Spaß. © Pixabay

Das Konzept vieler Urlaubsclubs basiert im Grunde darauf, dass Menschen gerne spielen – sei es nun Tennis oder die Bewegungen zum Clubtanz, sei es die Beteiligung an einem Theaterstück oder die morgendliche Gymnastik. Eine wichtige Rolle spielt Gamification auch im Bereich des Lernens, angefangen im Kindergarten bis hin zu Rollenspielen bei Fortbildungen. Spielerisch Erlerntes bleibt übrigens länger im Gedächtnis als konventionell erworbenes Wissen, so Experten.

Gamification lockt mit der Aussicht auf Belohnung

Doch zurück zum Kunden. Der Reiz an der Teilnahme an einem solchen Spiel ist die Aussicht auf Belohnung – insofern kann jede Kundenkarte als Gamification verstanden werden. Ein anderes Beispiel sind virtuelle Adventskalender von Händlern, aber auch Kletterwände in Outdoor-Stores. Bei dem Augmented Reality Spiel Pokemon Go kann man als Sponsored Location mitmischen. Spieler, die diese besuchen, werden mit speziellen Items belohnt. Das steigert die Frequenz.

Wie Gamification offline funktionieren kann, macht beispielsweise das Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang vor. Hier werden Gäste nach 21 Übernachtungen zum Knappen der Tafelrunde erklärt und können durch weitere Übernachtungen und gute Taten (in Form von Spenden) im Rang aufsteigen. 25 Prozent der Stammgäste konnten dem Reiz des Spiels nicht widerstehen. Vielleicht ein Ansatz, wie man sich aus dem Wust der Kundenkarten abheben könnte oder? In jedem Fall aber wert, mal zu überlegen, wie verspielt die eigenen Kunden sind und wie man diese Lust befriedigen könnte.

Ihr
Andreas Nemeth

*****

Wenn Sie an den aktuellen Potenzialblog-Beiträgen interessiert sind, empfehle ich Ihnen, ein Update einzurichten. Einfach unterhalb des Beitrags E-Mail-Adresse eingeben, „Jetzt abonnieren“ anklicken und kurz bestätigen. Über eine Weiterempfehlung an Kollegen und Freunde freue ich mich natürlich ganz besonders.