Ob ein Schnäppchen sich wirklich als Schatz entpuppt, stellt sich oft erst im Nachhinein heraus. © Cara-Foto/Fotolia
Ob ein Schnäppchen sich wirklich als Schatz entpuppt, stellt sich oft erst im Nachhinein heraus. © Cara-Foto/Fotolia

Wer im Verkauf arbeitet, der erlebt die verschiedensten Kundentypen: den Arroganten, den Schweigsamen, den Rechthaber, den Nörgler, den Unentschlossenen und – natürlich – den Feilscher und den Sparsamen. Ein echter Verkaufsprofi weiß, wie er auch mit den weniger erbaulichen Besuchern des Geschäfts umzugehen hat – professionell.

Nun ist es wohl so, dass wir hier in Deutschland im Land der Schnäppchenjäger leben. Denn hierzulande sind vier von fünf Befragten zufrieden, wenn sie ein besonders günstiges Angebot ergattern konnten – so jedenfalls das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage. Zufriedenheit ist die eine Seite der Medaille – Glück die andere, und das empfindet nach einem solchen „Beute-Erfolg“ nur jeder Dritte.

Schnäppchen jagen ist Instinktsache

„Schnell zuschlagen, wenn etwas günstig erscheint, das ist ein Verhalten, das tief in unserem Gehirn verankert ist“, erklärt der Experte für Neuromarketing Dr. Hans-Georg Häusel. „Da werden wir zum Jäger, der nicht lange darüber nachdenkt, ob er ein Produkt braucht oder nicht. Wir schlagen zu – ohne großes Zögern.“ Dies ist allerdings ein Mechanismus den laut Häusel viele Käufer im Nachhinein bereuen.

Und deswegen sollte man als Händler im Grunde sogar vermeiden, dass Kunden aufgrund dieses „Instinkts“ Dinge kaufen, die sie gar nicht benötigen oder die ihnen unter Umständen gar nicht stehen. Gute Beratung ist gerade auch dann gefragt, wenn mit Ihrem Kunden der Schnäppchenjäger durchgeht. Im Nachhinein wird er es Ihnen danken und noch ein zweites Mal kommen, und zwar nicht, um umzutauschen.

Ihr
Andreas Nemeth

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